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04109 Leipzig – Otto-Schill-Strasse 7

Corona-Probentagebuch 1

Flô’s Gedanken zum digitalen Projekt:

1. Technik, die begeistert!
Zu aller erst, ist es sehr interessant, nach und nach Methoden zu entwickeln, trotz der teilweise räumlichen und technischen Schwierigkeiten, produktiv zu sein, sodass wir, neben funktionierenden Lese- und Spielproben, Beratungen, Absprachen und DropBox-Lawinen, auch beispielsweise Wege fanden, die Musik so herzurichten, dass wir bereits ein (annähernd) synchrones Warm Up und eine (annähernd) synchrone Tanzprobe durchführen konnten, was mich sehr erleichtert!

2. Heureka!
Durch das digitale Projekt bieten sich tatsächlich plötzlich Optionen, sich noch vielfältiger im Stück einzubringen, da man mit vorher aufgenommenen Videosequenzen arbeiten kann, wodurch einem die Möglichkeit gegeben ist, mehrere Dinge gleichzeitig performen zu können, wie z.B. in der Band zu spielen und sich zur selben Zeit beim Tanzen zuzusehen!

3. Endlich pünktlich!
Die momentane Situation fördert allerdings das Organisationsvermögen, sowohl der Künstler_innen als auch der Dozent_innen, da man nicht nur selbst viel mehr von zu Hause aus machen muss, wie Tänze, Gesänge, Instrumental-Parts usw. selbstständig einzuspielen, aufzunehmen und bei den Dozent_innen einzuschicken, sondern Zeitpläne jetzt auch wirklich eingehalten werden müssen, weil nichts parallel ablaufen kann, aufgrund der begrenzt nutzbaren Arbeitsfläche, welche sich auf eine einzige Videokonferenz beschränkt! Und es funktioniert, was mich zwar durchaus stolz auf alle macht, aber insbesondere auf die Organisator_innen!

4. Anfängliche Schwierigkeiten!
Schauspielerisch hab‘ ich zu Beginn des digitalen Projekts die persönliche Erfahrung gemacht, mich schwieriger sowohl in die eigenen Rollen als auch in die der anderen hineinversetzen zu können. Es gibt keinen physisch direkten Gegenüber, es ist kein wirklicher Augenkontakt möglich und die Ausstrahlung kommt nur gedämmt an, was es durchaus merklich erschwert, die richtige Energie zu entwickeln. Aber von Probe zu Probe fällt es leichter, sich mit der Konstellation aus Kamera, einem mehrfach geteilten Bildschirm und gelegentlich leichten Bewegungs- und Stimmverz/-ögerungen/-errungen anzufreunden, was also sehr gute Aussichten für die künftige Weiterarbeit bringt!

5. Talent verbirgt sich überall!
Aber ich kann mir auch vorstellen, dass es für die Einen leichter ist, bei sich zu Hause zu schauspielern und für die Anderen viel schwerer, da sie sich nur auf der Bühne oder unter Leuten richtig gehen lassen können, wohingegen sich die Einen wiederum zu Hause wohler fühlen und es somit einfacher haben, ihrem Potential auf den Grund zu gehen! So wird also jeder mal ganz neu gefordert!

6. Einfallsreiche Köpfe!
Allein schon die Grundidee – statt aufgrund der aktuellen Umstände besagten Kopf hängen zu lassen, zu beschließen, aus dem Projekt einfach ein (allerdings jeweils gleichwertiges) Drei-Gänge-Menü zu machen, in dem nach dem Hors-d’œuvre: der Werkschau, nun an der Plat Principal: dem Film weiter kreiert wird, um später mit dem fertigen Theaterstück auf der Bühne dann das Dessert zu kredenzen – ist nichts geringer als großartig! Danke, dass niemand den Mut! verloren hat!

7. Rosen für’s Team!
Ich bin mehr als überwältigt von diesem herzerwärmenden Engagement des Vereins, der Dozent_innen und aller Unterstützer, in Form von regelmäßigen Updates, exzellentem Informationsfluss und Tutorials zu Gesängen, Warm Ups, Tänzen, Musikvorlagen, Aufnahmen und und und.. einfach schön! ♥️

Vielen Dank! – Flô

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 29. April 2020 von in Uncategorized.
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